Turmschaft

Der Turmschaft ist ein Stahlbetonrohr, das im Fundamentkörper eingespannt ist. Am Fuß des Turms beträgt der Außendurchmesser 10,80 Meter und verjüngt sich bis zum Korbansatz auf 5,04 Meter. Auch an der engsten Stelle muss ausreichend Platz für die beiden Aufzüge, die Nottreppe und die Leitungsführungen vorhanden sein.

Die Natur als Vorbild 

Entscheidend für das leichte und harmonische Erscheinungsbild ist der parabelartige Verlauf des Schafts. Die Verjüngung nach oben ist also nicht mit dem Lineal gezogen, sondern weicht mit einem kaum wahrnehmbaren konkaven Schwung von der Geraden ab. Vorbilder dafür finden sich in der Natur. Auch Bäume wachsen nicht schnurgerade. 

 

In einem anderen Detail taucht ebenfalls ein Naturvorbild auf: Die relativ dünnen Wände der Betonröhre sind im Innern alle zehn Meter mit einem Querrahmen versteift. Nach diesem Prinzip wachsen auch Bambusrohre hoch hinaus.   

Schwankungen des Turms

Durch Winddruck, Sonneneinstrahlung und Abkühlung kann der Turmschaft in Schwingungen geraten. Für eine Grundschwingung benötigt er etwa 5 bis 6 Sekunden. Der größte Ausschlag aus der Achse bei schweren Stürmen beträgt beim Schaft allerdings höchstens 30 Zentimeter. Das Ende des Antennenmasts schwangt jedoch schon 1,50 Meter. Umfallen wird der Turm jedoch nicht. Mehr dazu lesen.