Turmkorb

Unterste Etage: Technikgeschoss

Der Korb des Turms besteht aus vier Etagen. Die unterste Etage auf 138 Meter Höhe ist der Technik vorbehalten. Hier war bis 1974 der Fernsehsender eingebaut. Die dritte Fernsehsendergeneration wurde danach ins Betriebsgebäude am Fuß des Turmes verlegt. Neue Hochfrequenzkabel mit geringer Dämpfung, die die lange Strecke bis zur Antenne überbrücken konnten, erlaubten die Verlagerung. Heute sind im ehemaligen Technikgeschoss die Haustechnik, verschiedene Richtfunkstrecken, Anlagen für Mobiltelefone und Sendeanlagen der Polizei untergebracht.

Obere Etagen: Gasträume

Die beiden obersten Korbgeschosse wurden von Anfang an als Gasträume eingeplant, weil sich der Betrieb eines Turmrestaurants nur ab einer bestimmten Größe lohnt. Im Geschoss darunter war die Küche. Nach der Renovierung der Außenhaut des Turms im Jahr 2005 blieb die Küche im Rohbauzustand und im ehemaligen Restaurantteil entstand eine Theaterspielstätte. Im obersten Geschoss wird heute ein Café betrieben.

Aussichtsplattform

In 150 Meter Höhe schließt sich eine zweigeschossige Aussichtsplattform an. Das zweite Geschoss wurde extra für Kinder gebaut, weil sie durch die 1,30 Meter hohe Brüstung die Aussicht sonst nicht genießen könnten.

Form des Korbs

Die Grundform des Korbs war vorgegeben: Eine Kreiszylinderform erzeugt nämlich den niedrigsten Windwiderstand. Um Strömungsverhältnisse zu verbessern, wurden die Kanten oben wie unten kräftig abgerundet. Die Abschrägung hat noch zwei Vorteile: Sie erspart den Besuchern unangenehme Windgeräusche und verhindert, dass sie auf der Aussichtsplattform in die Tiefe schauen.

 

Um diese Konstruktion trotz ihres Gewichts leicht wirken zu lassen, wurde die Außenhaut mit glattem Aluminiumblech ummantelt. Mit dieser Fassade ist der Fernsehturm so windschlüpfrig wie ein Flugzeug. Selbst Stürme können ihm nichts anhaben. Ein Orkan mit 170 Kilometer pro Stunde erzeugt auf den Turm einen Winddruck von 172 Tonnen. Im Vergleich mit dem Gesamtgewicht des Turmes von 4.500 Tonnen und der Erdlast von 3000 Tonnen auf dem Fundament sind 172 Tonnen so gering, dass keine Gefahr besteht.